Bienenfresser

Bienenfresser in Bernburg

17. Juni 2022

Die meisten Menschen in Bernburg haben den bunten Vogel schon einmal gesehen oder von ihm gehört: Der Bienenfresser. Sein auffälliges Federkostüm in rotbraun, gelb, blau und schwarz macht ihn zu einer exotischen Erscheinung in der Saalestadt. Seinen Namen verdankt der tropisch anmutende Vogel seiner Nahrung. Denn: Der Bienenfresser ernährt sich überwiegend von größeren fliegenden Insekten wie Bienen, Heuschrecken oder Libellen.

Der weltweite Bestand dieser Art wird auf Rund 2 Millionen Brutpaare geschätzt. Davon brüten mehr als 500 Paare in Sachsen-Anhalt. Das entspricht ungefähr der Hälfte der deutschen Population.

Siedlungsgebiet der Bienenfresser

Das Siedlungsgebiet der Bienenfresser erstreckt sich von Südeuropa und Nordwestafrika nach Osten über Vorderasien, Nordindien und Sinkiang und nach Norden bis Nordwest-Altai und die Kirgisensteppe. Zudem gibt es eine isolierte Population in Südafrika. Über den Winter zieht es den Langstreckenzieher in zwei afrikanische Winterquartiere: die westafrikanischen Savannen von Senegal bis Ghana (Nigeria) sowie Ost-Afrika (Kenia) unter Aussparung der Regenwaldgebiete bis nach Südafrika.

Seit wann gibt es den Bienenfresser in Bernburg?

Das erste Mal erwähnt im Zusammenhang mit Bernburg wurde der Bienenfresser bereits 1638. Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg berichtete in seinen Tagebüchern von zwei fremden Vögeln, deren Merkmale eindeutig auf den Bienenfresser hinweisen. Spätestens seit 1964 brütet der Vogel jährlich in Deutschland. In Sachsen-Anhalt begann die erste Phase der dauerhaften Besiedlung in den 1990er Jahren. In Bernburg gibt es seit 1992 eine Kolonie.

Steckbrief Bienenfresser

Familie: Bienenfresser (Meropidae)

Wissenschaftlicher Name: Merops apiaster

Größe: 25 bis 29 cm

Brutzeit: Mai bis Juli

Brutplatz: Boden, Steilhänge, Böschungen

Anzahl der Eier: 3-6

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