Die Bernburger Blumenuhr am Rathaus blüht 2026 wieder!

24. März 2026

Ein farbenfroher Frühlingsstart mit der Bernburger Blumenuhr

Farbenfrohe Blüten und zugleich frische Frühlingsfarben schmücken seit dem 23. März 2026 wieder die Bernburger Blumenuhr. Seit ihrer ersten Bepflanzung ist sie zu einem festen Bestandteil des Stadtbildes geworden. Jahr für Jahr erhält sie ein neues, lebhaftes Blütenbild, das die Vielfalt der Natur sowie das grüne Handwerk der Gärtner sichtbar macht. Bereits im Vorjahr im Monat März 2025 wurde sie neu bepflanzt.

Was?

Die neue Bepflanzung der Bernburger Blumenuhr am Rathaus

Wo?

Bernburger Blumenuhr am Rathaus, Schloßgartenstraße 14, 06406 Bernburg (Saale)

Wann?

im März 2026

Wie entstand die Bernburger Blumenuhr?

Die Bernburger Blumenuhr prägt seit Jahrzehnten das Stadtbild und begeistert mit der gelungenen Verbindung von Technik und Natur. Täglich ziehen ihre farbenfrohen Blüten zahlreiche Besucher an, die das lebendige Schauspiel der Uhr genießen. Ihre Entstehung geht auf die 800-Jahr-Feier der Stadt Bernburg an der Saale zurück, bei der sie unter der Leitung des Mechanikermeisters Erbst Kirchberg angelegt wurde. Kirchberg war ein begabter Künstler und Uhrmacher und arbeitete zu dieser Zeit bei der bekannten Bernburger Firma JI Fuchs und Sohn.

Mit ihrem präzisen Turmuhrwerk und elektromechanischem Aufzug bildet die Blumenuhr ein technisches Meisterwerk. Besonders faszinierend ist das Klangspiel, das jede halbe und volle Stunde startet und die Melodie „An der Saale hellem Strande“ erklingen lässt. Franz Kugler komponierte das Stück 1826 auf der Rudelsburg, und es ist bis heute ein musikalischer Bezug zur Region.

Das Uhrwerk der Blumenuhr musste 2011 wegen baulicher Mängel gründlich restauriert werden und anschließend fand es nach der Sanierung wieder zurück an seinen ursprünglichen Platz. Eine seit 1938 gepflegte Tradition sorgt jedes Frühjahr für ein neues, farbenfrohes Zifferblatt, das zudem die Bernburger Blumenuhr als beliebte Sehenswürdigkeit der Bernburger Geschichte und Kultur bestätigt.

Die erste Variante

Als dekorativer Blickfang gestaltet, besteht die eine Variante aus einem Blumenbeet, in das kunstvoll ein Zifferblatt aus Blütenpflanzen eingefügt wird.

Ein integriertes Uhrwerk sorgt dafür, dass diese Uhren nicht nur reizvoll wirken, sondern auch zuverlässig die Zeit anzeigen.

Berühmte Beispiele sind die Bernburger Blumenuhr, die Zittauer Blumenuhr und die Blumenuhr in Biel/Bienne in der Schweiz.

Die zweite Variante

Die zweite Variante verdankt ihre Entstehung dem schwedischen Naturforscher Carl von Linné (1707–1778). Er stellte fest, dass bestimmte Blumen ihre Blüten zu ganz bestimmten Tageszeiten öffnen und somit schließen. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse legte er 1745 im Botanischen Garten eine besondere Blumenuhr an: Ein Beet in Form eines Zifferblatts wurde mit rund 70 Pflanzen bepflanzt, deren Blüten sich zu genau festgelegten Zeiten öffneten, so dass sich die Uhrzeit allein anhand der Blütenstände ablesen ließ.

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